Über mich


 

Ich bin in Ruhpolding im Chiemgau geboren und aufgewachsen.

 

Als junger Erwachsener verspürte ich irgendwann sehr deutlich, dass ich raus muss. Das Leben hier wurde mir zu eng und ein tieferer Anteil in mir zog mich für drei Monate nach Kapstadt.

Dieser Schritt war eine große Herausforderung für mich. Vom Leben am Land plötzlich alleine nach Afrika zu gehen, mit vielen Ängsten, Sprachbarrieren, einer völlig anderen Kultur und ohne zu wissen, was mich dort wirklich erwartet.

Und dennoch gab es etwas in mir, das wusste, dass ich diesen Weg gehen muss.

 

Diese Zeit hat vieles in mir verändert. Zurück in Deutschland begann ich, mein bisheriges Leben immer stärker zu hinterfragen. Ich fragte mich zum ersten Mal wirklich: Wer bin ich eigentlich? Warum bin ich so, wie ich bin? Und was entspricht wirklich mir?

 

Diese Fragen führten mich nach Berlin. Dort begann ich zunächst ein Marketingstudium. Doch auch hier merkte ich innerlich sehr schnell, dass es nicht mein Weg ist. Es war keine leichte Entscheidung, mein Studium abzubrechen und einen völlig neuen, unsicheren Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Rückblickend war genau dieser Schritt einer der wichtigsten meines Lebens.

 

So begann vor über 25 Jahren mein Weg in die Psychotherapie, Körperarbeit und persönliche Entwicklung. Seitdem begleite ich Menschen in eigener Praxis und habe viele verschiedene Ausbildungen und Erfahrungen gesammelt — unter anderem in Psychotherapie, Traumatherapie, Körperarbeit und medizinischer Massage.

 

Besonders wichtig war für mich dabei immer der Mensch hinter den Symptomen. Mich interessiert, was unter der Oberfläche liegt und welche Erfahrungen, Prägungen oder inneren Konflikte unser Leben und unseren Körper beeinflussen.

 

Heute arbeite ich als Heilpraktiker für Psychotherapie mit einem körperorientierten und ganzheitlichen Ansatz. Die aktuelle Traumaforschung begleitet und inspiriert mich dabei ebenso wie die Arbeit von Thomas Hübl und die Frage, wie echte Präsenz, Bewusstsein und Verbindung entstehen können.

 

In den letzten Jahren ist die Arbeit mit Männern — besonders mit schwulen Männern — ein immer wichtigerer Teil meines Weges geworden. Auch das fühlt sich für mich auf eine gewisse Weise wieder mutig an. Einen Raum zu schaffen, in dem genau diese Themen ihren Platz haben dürfen.

 

Als schwuler Mann kenne ich viele innere Fragen aus eigener Erfahrung. Die Suche nach Identität, Zugehörigkeit, Selbstannahme und dem eigenen Platz im Leben hat mich über viele Jahre begleitet und geprägt.

Diese Erfahrungen fließen heute ganz natürlich in meine Arbeit ein. Ich begleite unterschiedliche Menschen auf ihrem Weg, gleichzeitig entsteht daraus mehr und mehr auch ein bewusster Raum für Männer, die sich selbst näherkommen und ihren eigenen Weg authentischer leben möchten.

 

Meine Arbeit ist ruhig, präsent und menschlich. Es geht mir nicht um schnelle Lösungen oder darum, jemanden verändern zu wollen. Ich möchte Menschen dabei begleiten, sich selbst bewusster wahrzunehmen, wieder mehr bei sich anzukommen und mit mehr Klarheit und innerer Stärke ihren eigenen Weg zu gehen.

 

Vielleicht kennst du manche dieser Fragen oder Gefühle auch aus deinem eigenen Leben. Momente, in denen etwas in dir spürt, dass Veränderung möglich wäre — und gleichzeitig Ängste, Unsicherheiten oder Zweifel auftauchen.

Wachstum beginnt oft dort, wo wir ehrlich mit uns selbst werden und den Mut finden, neue Schritte zu gehen.

Vielleicht wünschst du dir mehr Klarheit, innere Stärke, Selbstbewusstsein oder einfach das Gefühl, wieder mehr bei dir selbst anzukommen.

Wenn dich etwas an meinen Worten oder meiner Arbeit berührt, freue ich mich, dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.

 

Johann Fernsebner